Bressay & Noss

Blick über den Bressay Sound_580
Blick über den Bressay Sound.

Innerhalb von zehn Minuten kann man dem Trubel Lerwicks entfliehen und in die ruhige, ländliche Atmosphäre von Bressay & Noss eintauchen. Bressay ist Heimat von rund 350 Menschen, von denen viele täglich mit der Auto- und Passagierfähre nach Lerwick aufs Shetland-Mainland pendeln.

Bressay liegt östlich des Mainlands, ist elf Mal acht Kilometer groß und schirmt Lerwick hervorragend gegen die Nordsee ab – der vermutlich wichtigste Grund, weshalb Lerwick zu einem so wichtigen Handelshafen wurde. Schon in der Wikingerzeit galt der zwischen Lerwick und Bressay liegende Sund als ein sicherer Ankerplatz. Mitte des 17. Jahrhunderts sammelten sich hier im Juni bis zu 1.500 niederländische Heringsfänger, um am 24. Juni – „Johansmas“ – die Fangsaison zu beginnen. Die Menschen von Bressay trieben mit den Seeleuten regen Handel. So verkauften sie den Niederländern Lebensmittel und Wollkleidung. Im Gegenzug erhielten die Shetlander Kleidung, Brandy und Tabak.

Mit dem Schlauchboot geht's nach Noss.
Mit dem Schlauchboot geht’s nach Noss.

Lerwick war damals noch eine kleine, unbedeutende Siedlung. Das änderte sich recht schnell: Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts zählte Lerwick zu den wichtigsten Häfen Europas für den Heringsfang und -handel. Davon profitierte auch Bressay. Tausende von Menschen fanden hier während der Saison einen Job – in der Verarbeitung, Verpackung sowie im Transport des Fangs. Noch heute sind die Überreste einer Fischereistation aus jener Zeit an der Küste nördlich von Gardie House zu sehen.

Sie möchten mehr über Bressay & Noss erfahren? Bestellen Sie hier mein eBook über die Shetland-Inseln: