Fair Isle

Fair Isle. Quelle: Contains Ordnance Sruvey data (c) Crown copyright and database right 2015
Fair Isle. Quelle: Contains Ordnance Survey data (c) Crown copyright and database right 2015

Fair Isle hieß einst „Fridarey“, was so viel wie „Friedensinsel“ bedeutet. Mitte des 19. Jahrhunderts lebten hier rund 380 Menschen. Heute sind es noch zirka 70. Damals gehörte aber auch die Gewinnung von Kupfer zu den wichtigsten Erwerbsquellen der Menschen. „Copper Geo“ erinnert an jene Tage.

Wie an anderen Stellen der Shetland-Inseln auch, wurde das Meer rund um Fair Isle zum „nassen Grab“ zahlreicher Seeleute. Das bekannteste Wrack in diesen Gewässern dürfte die „El Gran Grifon“ sein, das Flaggschiff der einstigen Spanischen Armada. Es lief hier am 27. September 1588 auf Grund; 50 Spanier kamen ums Leben. Doch über 300 Seeleute überlebten den Untergang ihres Schiffes. In der Folge versorgten die damals gerade mal 17 Haushalte sechs Wochen lang die Schiffbrüchigen.

Das Wrack wurde 1970 entdeckt. Taucher bargen eine der 38 Kanonen. 1984 reiste eine Delegation aus Spanien nach Fair Isle, um auf dem Friedhof der Inselgemeinde in Erinnerung an den Untergang der „El Gran Grifon“ ein großes Kreuz zu errichten.

Heute ist Fair Isle ein Kleinod, wie vermutlich schon seit Jahrhunderten. Die Insel liegt auf halbem Weg zwischen den Orkney- und Shetland-Inseln. Sie ist eine der erfolgreichsten Gemeinden unter den abgelegenen britischen Inseln. Hier finden sich wegweisende Projekte in Naturtourismus, nachhaltiger Landwirtschaft und Energiegewinnung.

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