Foula

Ponys auf Foula.
Ponys auf Foula. Foto: Lars Schmitz-Eggen

Auf der Insel Foula gehen die Uhren anders. Buchstäblich. Denn hier heißt Weihnachten noch „Auld Yule“ und wird am 6. Januar eines jeden Jahres gefeiert. Der Jahreswechsel folgt dann entsprechend am 12./13. Januar. Grund ist der Julianische Kalender, der auf Foula weiterhin neben dem Gregorianischen Kalender von 1752 gilt. Insofern sollten sich Reisende zum Beispiel in Bezug auf ihre An- und Abreisetermine genau informieren.

Insgesamt scheint sich auf Foula sehr viel von der alten Tradition der Shetland-Inseln über die Jahrhunderte gerettet zu haben. Zumindest länger als in anderen Teilen der Inselgruppe. So war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts das Altnordisch und nicht etwa Englisch nach wie vor die gängige Sprache auf der Insel. Der Letzte, der diese Sprache noch beherrschte, war Jeannie Ratter (née Manson), die im Jahre 1926 starb.

Die Menschen auf Foula leben heute hauptsächlich als Kleinbauern auf einem schmalen Streifen entlang der östlichen Küste. Von hier steigt die Moorlandschaft steil zu Foulas fünf Peaks empor, die sich im Westen der Insel befinden: Da Noup im Süden wird durch ein tiefes Tal namens „Da Daal“ von den übrigen Gipfeln Da Sneug, Da Kame und Soberlie getrennt. Die Erhebungen fallen steil ins Meer ab und bilden atemberaubende Klippen. Die Steilküste ist an dieser Stelle über 370 Meter hoch.

Foula hinterlässt bei jedem einen bleibenden Eindruck, der die Insel besucht hat. Das Eiland hat das besondere Etwas: die Qualität des Lichts, die natürliche Schönheit und Abgeschiedenheit, die Vielzahl von Wildtieren, die Gemeinschaft der Einheimischen.

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