Shetland-Inseln: Was gibt’s zu sehen?

Das Rathaus von Lerwick_580
Das Rathaus von Lerwick. Foto: Lars Schmitz-Eggen

Auf die Frage, was man auf den Shetland-Inseln unbedingt sehen sollte, gibt es nicht die eine Antwort. Abgesehen davon, dass es sehr stark von den persönlichen Interessen abhängt, spielt auch die zur Verfügung stehende Zeit eine entscheidende Rolle: Befindet man sich auf einer Kreuzfahrt und legt in Lerwick nur einen Stopp für wenige Stunden ein? Unternimmt man die große Schottland-Rundreise und möchte auch die Shetland-Inseln für drei bis vier Tage besuchen? Oder will man sich ganz auf die Shetland-Inseln konzentrieren und hier zum Beispiel zwei Wochen bleiben?

Sehenswürdigkeiten für ein bis zwei Tage

Wer nur ein bis zwei Tage Zeit hat, um die Shetland-Inseln kennenzulernen, sollte als Standort die Hauptstadt Lerwick wählen und von hieraus Exkursionen unternehmen. Abgesehen davon, dass es in Lerwick relativ viele Hotels und B&B’s gibt, ist die Inselhauptstadt auch der Dreh- und Angelpunkt für den regionalen Busverkehr.

In Lerwick selbst bieten sich unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten an:

  • Shetland Museum & Archives,
  • Rathaus,
  • Fort Charlotte,
  • Lodberries,
  • Clickimin Broch und
  • Up-Helly Aa-Ausstellung.

Die Ziele in Lerwick sind zum Beispiel ideal für Reisende, die nur einen Tag vor Ort sind oder einen Regentag gestalten möchten. Aufgrund der kurzen Wege lassen sich nahezu alle Ziele bequem zu Fuß erreichen.

Darüber hinaus kann man von Lerwick aus sehr gut auch das südliche Mainland erkunden. Sehenswürdigkeiten sind hier zum Beispiel:

  • Sumburgh Head,
  • Jarlshof,
  • Old Scatness,
  • Croft House Museum,
  • St. Ninian’s Isle und
  • Island of Mousa.

Abgesehen von St. Ninian’s Isle und Mousa liegen alle diese Sehenswürdigkeiten unmittelbar an der A 970. Sie verbindet Lerwick wie eine Art Rückgrat mit dem Süden des Mainlands, wo unter anderem auch der Flughafen Sumburgh liegt. Dies ist nicht zuletzt der Grund, weshalb auf dieser Strecke mehrmals täglich ein Linienbus verkehrt. Bei einigen Abfahrten unternimmt dieser auch Abstecher nach Bigton bzw. Sandwick, sodass die beiden genannten Inseln ebenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können.

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Ziele für eine Woche

Wer bis zu einer Woche auf den Shetland-Inseln verweilt, sollte zusätzlich folgende Plätze besuchen:

Scalloway Castle_580
Die Ruine von Scalloway Castle. Foto: Lars Schmitz-Eggen

Die Doppelinsel Bressay/Noss liegt direkt vis-à-vis von Lerwick und kann bequem mit der Fähre erreicht werden, die hinter dem „Albert Building“ ablegt. Noss gilt als eines der größten Vogelschutz- und Brutgebiete auf den Shetland-Inseln. Im Sommer lassen sich hier unter anderem Papageitaucher (Puffins), Basstölper und Tordalke, aber auch Raubmöwen beobachten. Eshaness ist wegen seiner imposanten Steilküste in jedem Fall eine Sehenswürdigkeit. Die abgelegene Halbinsel Lunna Ness war einst Heimat des „Shetland Bus“, der norwegischen Widerstandsbewegung gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Scalloway – ehemals Hauptstadt der Shetland-Inseln – wartet heute unter anderem mit einer Schlossruine und einem sehr interessanten Museum auf.

Aufenthalt von zwei Wochen

Besucher, die zwei oder mehr Wochen vor Ort sind, können überlegen, ihr Domizil zwischendurch zu wechseln. Dadurch lassen sich zum Beispiel die nördlichen Inseln Yell, Unst und Fetlar intensiver erkunden. Die Transferzeit von/nach Lerwick entfällt.

Fethaland
Point of Fethaland. Foto: Lars Schmitz-Eggen

Abgesehen von den drei Nordinseln lohnen sich auch Ausflüge nach Whalsay oder nach Foula sowie Fair Isle. Während Whalsay mit der Fähre mehrmals täglich zu erreichen ist, sich also für einen Tagesausflug anbietet, erfordern letztgenannte etwas Vorbereitung. Fair Isle und Foula lassen sich per Schiff oder Flugzeug ansteuern. Mit etwas Glück sind mit dem Flugzeug sogar dorthin Tagesausflüge möglich. In jedem Fall sollten man die Flüge aber frühzeitig buchen, da nur wenige Plätze zur Verfügung stehen.